Im vergangenen Jahr blieb es dem Schnitzverein verwehrt, das Fest in der gewohnten Weise durchzuführen. In diesem Jahr wurden alle Vorbereitungen getroffen, um das traditionelle Fest wie geplant auszurichten. Anfangs aber war uns an diesem Tag das Wetter  nicht so recht zugetan. So mussten wir zunächst den  Taubenschlag (die Scheune) des Folklorehofes nutzen. Im Laufe des Tages verbesserten sich die Wetterverhältnisse doch, so dass auch Bänke und Tische in den Hof gestellt werden konnten. Zur Einstimmung auf  das Fest spielte wieder  die Blaskapelle „Doubravanka“ aus Teplice.

Später traten wie gewohnt auch die „Breitenauer“ auf der Bühne im Taubenschlag auf. Der Gesangsverein Grüna Mittelbach konnte mit seinen Auftritten zu den sonnigen Stunden des Tages im Hof so doch noch die Gäste erfreuen.

Mitglieder des Schnitzvereins Uwe Karnal, Andreas Röher, Jürgen Zschill und Peter Schmidt am Rost sowie die Vereinsvorsitzende Andrea Schmidt wieder an der Theke hatten sich auf die Bewirtung der Gäste eingestellt. In der Hutzenstube bewirteten, wie so oft bei  den Veranstaltungen des Schnitzvereins, die Klöpplerinnen die Gäste mit Kaffee und Kuchen. Diese gute Tradition ermöglicht einen regen Gedankenaustausch zwischen Vereinsmitglieder und ihren Gästen.

Für die anwesenden Händler in der Scheune bot sich Gelegenheit ihre Angebotspalette wie selbst hergestellte Keramikarbeiten, Honig und Imkereiprodukte, Strickwaren, Loops, Puppenstubenmöbel, Teddybären und Unikatsschmuck zu zeigen. Auch gab es „Mitmacherangebote“ , wie Filzen und Keramik– , und das nicht nur für Kinder.

Im Schnitzerhäusel hatten die Schnitzer und Klöpplerinnen zum Zuschauen und offenen Kontaktaustausch eingeladen und in der Hutzenstube präsentierte Familie Almut.Fehrmann wieder den Buchverkauf und –versand. 

Die Klöpplerinnen Maria Liebers und (die 90-jährige) Christa Fiebig zeigten ihre neusten Klöppelarbeiten. Immer wieder eine Augenweide – wie schnell die Klöppel mit ihren Fingern bewegt werden.

In der Werkstatt hatten die Holzschnitzer um Regina Weber an ihrem Schnitzertisch Platz genommen. Für Bernd Naumann, Volkmar Groß und Wolfgang Leonhardt bot sich  die Gelegenheit ihr Hobby zu zeigen und über Vorhaben zu informieren.

So berichtete Bernd Naumann, dass sein Entwurf zur Erneuerung des großen Schwibbogens an der Stirnseite des Schnitzerhäusels den Zuschuss lt. Ortschaftsrat Grüna – Beschluss OR-008/2022 nach der „Richtlinie über die Förderung  von Vereinen und Veranstaltungen in den Ortschaften gem. B-206/2021“  über 410.-€ erhalten hat. Dieser Schwibbogen in der Größe 3.0m x 1,5m wird neben den klassischen Motiven wie Klöpplerin, Holzschnitzer und -drechsler auch den Folkorehof, die Grünaer Kirche und das steuerbare Baumgarten-Luftschiff darstellen.

Bilder: Regina Weber

Wolfgang Leonhardt - Vorstand Schnitzverein

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